ETFs – Vermögensaufbau für Einsteiger

Die klassischen Wege des Vermögensaufbaus für Einsteiger, Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Bausparvertrag, sind tot. Die historisch niedrigen Zinsen führen dazu, dass nach Abzug der Inflationsrate die Rendite bei den jahrelang favorisierten Sparanlagen in den negativen Bereich rutscht. Vermögensaufbau wurde seit dem Jahr 2009 zur Geldvernichtung, sofern sich die Sparer nicht auf andere Produkte besinnen.

Festverzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen sind nicht für 50 Euro zu haben. Wer einen größeren Betrag investiert, hat die Wahl zwischen negativer Rendite bei Papieren guter Bonität und Risikoanlagen bei Emittenten schwächerer Bonität. Selbst Italien und Portugal erzielen zur Zeit (Januar 2017) nur Ratings, welche diese Staatsanleihen in den Kreis der hochspekulativen Anlagen rücken. Was bleibt also für den Start zum Kapitalaufbau?

Fonds für alle Anlagementalitäten

Wer sich erstmalig mit dem Gedanken beschäftigt, Geld anzulegen, steht vor einer wichtigen Frage: Wie fällt die persönliche Relation zwischen erwarteten Erträgen und der eigenen Risikobereitschaft aus?

Fonds bieten die Möglichkeit, sich für Anteile zu entscheiden, welche der eigenen Risikoneigung am nächsten kommen. Die Kapitalanlagegesellschaften teilen dabei grob unter folgenden Segmenten auf:

  • Geldmarktfonds
  • Rentenfonds
  • Mischfonds
  • Aktienfonds konservativ
  • Aktienfonds chancenorientiert
  • Branchen- und Themenfonds
  • Länder- und Regionalfonds
  • Offene Immobilienfonds

Das Schöne an Investmentfonds ist, dass die Anteile in Form von Sparplänen erworben werden können und so schon je nach Depotbank ab 20 Euro im Monat der Vermögensaufbau startet. Das weniger Schöne an klassischen Investmentfonds ist, dass sie teilweise mit hohen Ausgabeaufschlägen, bei Aktienfonds in der Regel fünf Prozent, belegt sind. Der Ausgabeaufschlag wirkt sich nachhaltig auf die Rendite aus.

ETFs als Lösung

ETFs, Exchange Trading Fonds, auf Deutsch Indexfonds, weisen eine deutlich günstigere Kostenquote auf, leicht über ein Prozent. Der Grund ist, dass diese Fonds nicht aktiv gemanaged werden, sondern nur einen Index nachbilden. Ein ETF auf den DAX 30 enthält nur Aktien, die auch im DAX vorhanden sind. Dies geschieht genau in der Zusammensetzung, wie auch die einzelnen Unternehmen im Index gewichtet wurden. Das Fondsmanagement muss folglich nur aktiv werden, wenn es eine Änderung in der Zusammensetzung des Index gibt.

ETFs werden inzwischen auch auf fast alle Indizes aufgelegt, die es gibt. Die Anteile werden nicht über eine Fondsgesellschaft ausgegeben, sondern an der Börse gehandelt. Damit fallen die Erwerbskosten deutlich niedriger aus. Diese hängen allerdings wiederum von der Direktbank oder dem Onlinebroker ab, bei dem das Depot geführt wird. Auf Vergleichsportalen wie beispielsweise auf kostenlosesdepot.net bekommen Sie alle Informationen, die sie für die Wahl des richtigen Depots benötigen.

ETFs haben sich in der jüngeren Vergangenheit als die interessanteste Option, mit dem Vermögensaufbau zu beginnen, etabliert. Sie sind vergleichsweise kostengünstig, können im Rahmen eines Sparplans erworben werden und bieten für jede Anlegermentalität die richtige Lösung.

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