Gibt es zu Aktien eine Alternative?

AktieSeit einigen Jahren müssen Deutschlands Sparer mit niedrigen Zinsen leben. Erste Banken haben damit begonnen, Strafzinsen für Geldvermögen zu erheben. Vermögen aufbauen lässt sich damit nicht. Festgeldzinsen bewegen sich im günstigsten Fall bei 1,50 Prozent bei deutschen Banken und bei bis zu 2,50 Prozent bei Banken im Europäischen Ausland. Mit Aktien lassen sich Renditen im hohen einstelligen oder gar zweistelligen Bereich im Jahr verdienen. (Stand Mai 2017)

Zu Aktien gibt es keine Alternative

Gerade in Zeiten von niedrigen Zinsen wäre für die Deutschen der geeignete Zeitpunkt gekommen, die Aktie für sich zuentdecken. Schließlich erweisen sich viele Standardwerte mit ihren Dividendenrenditen als weitaus renditestärker als bonitätsstarke Unternehmensanleihen. Doch das ist nicht der Fall. Die Deutschen verfahren nach dem Motto: Hauptsache sicher! Früher haben sie die Kapitallebensversicherung als beliebteste Altersvorsorge angesehen. Mittlerweile hat diese dank äußerst niedriger Garantiezinsen an Attraktivität verloren. Aktuell spielen Immobilieninvestitionen eine sehr große Rolle, weil sich der Anleger hier sicher fühlt. Dabei sollten Häuslebauer nicht vergessen, dass diese Sicherheit trügt, denn selbstverständlich schwankt auch der Wert ihrer Immobilien. Das ist nicht jeden Tag zu sehen, weil der Preis für das Haus oder die Wohnung nicht ständig neu berechnet.

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Vermögensverwalter haben es vielfach mit ängstlichen Anlegern zu tun. Sie wollen risikoaverse Kunden überzeugen, indem sie dem Anleger klar machen, dass Aktien der einzige Weg für eine spätere Altersvorsorge sind und dass es keine Alternative gibt. Welche Ertragsquellen gibt es? Eine Bundesanleihe bringt kaum 1 Prozent. Die Rückzahlung hängt von der guten Bonität und Liquidität der Bundesrepublik ab, ebenso wie die Zinszahlung. Eine Sicherung dessen ist scheinbar gut, denn es droht durch die Inflation eine Verminderung des Rückzahlungswertes In zehn bis 20 Jahren kann sich der Realwert durch die Inflation mehr als halbiert haben.

In Aktien der Top Unternehmen investieren

Unternehmen sind an der Wertschöpfung beteiligt. Das kann man von Notenbanken nicht behaupten, die können nur Geld drucken. Mit BASF-Aktien kann der Anleger von der Wertschöpfungskraft eines global aufgestellten Chemiekonzerns profitieren. Derzeit erwirtschaftet das Unternehmen für seine Aktionäre einen Gewinn (netto) pro Aktie von fünf bis sechs Euro im Jahr. Wertzuwachs und Dividende sorgen für eine Rendite von um die sieben Prozent pro Jahr. Defensive Aktien, wie beispielsweise Siemens, Bayer,Nestlé oder Roche sind nicht nur marktführend und weniger konjunkturempfindlich, sondern sie sind substanz- und dividendenstark Vergleicht man die drei Prozent Dividende mit den 1,00 Prozent für zehnjährige Bundesanleihen sind defensive Aktien langfristig die besseren Anlagen.

Es ist nicht leicht, mit Aktien Geld zu verdienen

Nur wer Geld hat hat, kann es vermehren. wer viel Geld hat, kann es entsprechend einfacher vermehren. Wer reich ist, schafft es mit seinen Gelderträgen schneller reich zu werden, als jemand, der allein auf die eigene Arbeit angewiesen ist. Nicht umsonst wachsen Kapitalvermögen in einer Volkswirtschaft im Schnitt stärker als die Volkswirtschaft insgesamt.

Steuern berechnen

Die Steuer auf Einkünfte aus Kapitalvermögen beträgt in Deutschland 25 Prozent, während Arbeitseinkommen mit bis zu 45 Prozent der Steuer unterliegen. Besitzer großer Vermögen werden eindeutig bevorzugt. Dem normalen Aktienanleger bietet Deutschland insgesamt keine attraktiven Bedingungen. Der private Aktiensparer kann auf einen geringen jährlichen Steuerfreibetrag von 801 Euro zugreifen. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist das sehr wenig. Aktien sparen mit der „Riester-Rente“ schreckt viele wegen undurchsichtigen Gestaltung ab. Im Endeffekt wählen die meisten Riester-Sparer anstelle der renditestarken Aktienanlage eine niedrig verzinste Versicherung mit hohen Abschlussgebühren.

In Deutschland fehlt es an einfachen, steuerbegünstigten Sparpläne, wie es sie beispielsweise in den USA oder Schweden gibt. Außerdem sind die jährlichen Verwaltungskosten auch bei langen Laufzeiten ungünstig, was zu Lasten der Rendite geht. Der Aktiensparer wird „optimal“ besteuert und muss sich noch als „Spekulant“ bezeichnen lassen. Der Punktestand des DAX hat sich seit 2009 (unter 5.000 Punkte) hat sich bis 2017 (12.000 Punkte) mehr als verdoppelt. Ein Indexzertifikat auf den DAX im Wert von 10.000 Euro wäre heute über 20.000 Euro wert. Mit welcher anderen Anlage können sie derart viel Geld einstreichen? Selbst eine Anlage in ETFs kann das nur selten toppen. Das gilt nur für jene Anleger, die seitdem ununterbrochen dabei.

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Für wen ist der Handel mit CFDs geeignet?

Wer sich ab und an oder vielleicht sogar öfters mit den Themen Finanzen und Börse beschäftigt, ist vermutlich schon auf den Begriff CFD gestoßen. CFDs sind Derivate, die sich auf den Kurs eines bestimmten Basiswerts beziehen. An einer regulierten Börse gehandelt werden diese Finanzinstrumente nicht. Im Normalfall werden diese Instrumente, die hierzulande auch unter dem Namen Differenzkontrakte geführt werden, direkt über den Anbieter gehandelt. Die Anbieter dieser relativ jungen Finanzinstrumente sind in vielen Fällen auf CFDs spezialisierte Broker. Aber auch diverse Banken haben CFDs in ihrem Sortiment. Die modernen Finanzinstrumente haben also eine relativ starke Präsenz. Da Finanzinstrumente sowohl im Detail als im Allgemeinen betrachtet sehr unterschiedlich gestaltet sein können, stellt sich natürlich die Frage, für welchen Anlegertyp CFDs letzten Endes als geeignet erscheinen. Um diese Frage beantworten zu können, sollten allerdings nicht nur die Chancen, sondern auch die Risikofaktoren, die im Zusammenhang mit dem Trading mit CFDs stehen, kritisch beäugt werden. In den folgenden beiden Abschnitten sollen ein paar wesentliche Aspekte des CFD-Handels in Kürze in Augenschein genommen werden.

Auf wen zielen die Vorteile von CFDs ab?

Differenzkontrakte sind so konstruiert, dass sie sowohl Short- als auch Long-Positionierungen zulassen. Schon alleine aus diesem Grund eignen sie sich gut als Instrument für kurz-, mittel- und auch langfristige Spekulationen auf fallende sowie auf steigende Märkte. Darüber hinaus können
sie aufgrund dieses Merkmals auch zum Hedgen zum Einsatz kommen. Die Plattformen, die von den CFD-Brokern normalerweise im Rahmen einer Kontoeröffnung den Kunden gleich mitgeliefert werden, können in vielen Fällen schnell und intuitiv bedient werden. Dieser Aspekt kann unter anderem beim Daytrading Vorteile mit sich bringen.

Das Wort Daytrading ist natürlich ein sehr weitläufiger Begriff – im Allgemeinen beschreibt es den Handel, bei dem die Positionen innerhalb eines Handelstages geöffnet und auch wieder geschlossen werden. Das Trading ist in diesem Fall also eher von kurzfristiger Natur. CFDs bieten sich also durchaus für Händler an, die sich dem Daytrading verschrieben haben.

Risikofaktoren, die den CFD-Handel für diverse Anlegergruppen ungeeignet werden lassen

Das Trading von Differenzkontrakten steht im Normalfall in Kombination mit einem Marginkonto. Marginkonten erlauben das Eröffnen von sogenannten gehebelten Positionen. Hebeleffekt bedeutet in diesem Fall im Grunde genommen nichts anderes, als dass mit verhältnismäßig
kleinem Kapitaleinsatz hohe Summen bewegt werden. Bei der Betrachtung dieses Zusammenhangs wird verdeutlicht, dass eine derartige Position das Chancen- und das Risikopotenzial gleichermaßen erhöht.

Natürlich besteht die Aussicht auf hohe Gewinne – leider können im Gegensatz dazu auch die Verluste drastisch ausfallen. In bestimmten Situationen kann es sogar sein, dass die Verluste die Kontoeinlage überschreiten. Natürlich muss bei einer Eröffnung einer CFD-Position der maximale Hebel im Normalfall nicht zwangsweise ausgereizt werden. Es besteht also auch bei diesen Instrumenten die Möglichkeit, Risiken, die im Zusammenhang mit dem Hebeleffekt stehen, zu reduzieren.

Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass das Finanzprodukt hundertprozentig verstanden wird und dass die Risiken bewusst gesteuert werden können. CFDs eignen sich also ausschließlich für Trader, die Erfahrung mit Marginkonten haben. Umfassende Marktkenntnisse und Kenntnisse in den Bereichen Money- und Risikomanagement sind ebenfalls zwingend notwendig.

Werden spekulative Finanzinstrumente in Deutschland bald verboten?

Schon länger schwelt in der Europäischen Union eine Diskussion darüber, ob Binäre Optionen und CFDs den MiFID-Richtlinien für die Finanzmärkte entsprechen oder möglicherweise verboten werden sollten. Angestoßen hat diese Diskussion ursprünglich die ESMA (European
Securities-and Markets Authority), die als supranationale Behörde den EU-Finanzmarkt überwacht. Die einzelnen staatlichen Behörden schließen sich der ESMA-Auffassung größtenteils an. Nun gab es einen Warnhinweis von der deutschen BaFin.

Verbietet die BaFin CFDs und Binäre Optionen?

Schon im späten Herbst 2016 hatte die „Welt am Sonntag“ die Chefin der BaFin-Wertpapieraufsicht Elisabeth Roegele zum Thema interviewt. Die Finanzexpertin äußerte sich dabei zu mehreren Aspekten der spekulativen Anlagen, es ging auch um die Anlageberatung und den Anlegerschutz. Bei den spekulativen Anlagen standen Binäre Optionen, CFDs und Bonitätsanleihen im Fokus. Die BaFin und auch die ESMA sehen diese Finanzprodukte sehr kritisch. Roegele verwies darauf, dass die Anleger mit solchen Produkten überwiegend ihr eingesetztes Geld verlieren.

Verbraucher müssten daher vor solchen Spekulationen bewahrt werden, was bedeuten würde, sie vor ihrer eigenen Spekulationsfreude zu schützen. Die BaFin-Verantwortliche betrachtet hierfür offenbar ein Verbot als angemessen. Es ist allerdings zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinesfalls ausgemacht, dass dieses Verbot wirklich kommt. Elisabeth Roegele verwies selbst darauf, dass es hierfür hohe Hürden gäbe. Die juristischen Voraussetzungen für solche Verbote sind aber in Deutschland gegeben: Seit der Neufassung des Wertpapierhandelsgesetzes, die 2015 verabschiedet worden war, kann die BaFin tatsächlich einzelnen Produkten den Marktzugang verwehren.

Das wäre nicht unbedingt logisch, denn schließlich erlaubt der Staat sogar das reine Glücksspiel, doch hierbei kassiert er exorbitante Steuern. Dasselbe trifft auf Sportwetten zu. Diese sollten auch schon einmal verboten werden, die Diskussion darüber verebbte schließlich. Stattdessen wurde die Wettsteuer erhöht. Die aktuellen Überlegungen zu den CFDs waren durch den sogenannten Franken-Crash ausgelöst worden.

Als die Schweizer Nationalbank SNB den zuvor festgezurrten Frankenkurs Anfang 2015 überraschend wieder freigegeben hatte, verhielten sich Währungspaare mit dem Schweizer Franken höchst volatil, CFD-Positionen endeten in fürchterlichen Verlusten. Dieser Schock, der sogar einige Broker in die Insolvenz schickte, änderte den Blickwinkel auf spekulative Finanzinstrumente drastisch.

Wie wahrscheinlich ist ein Spekulationsverbot wirklich?

Inzwischen haben einige europäische Finanzaufsichtsbehörden wie die zypriotische CySEC und die britische FCA reagiert und erlauben bei CFDs zumindest für Einsteiger nur noch geringe Hebel. Die BaFin prüft tatsächlich ein Verbot, was einige Zeit dauern wird. Ob es kommt, erscheint indes eher fraglich. Die meisten Binär- und CFD-Broker sitzen außerhalb von Deutschland, können aber von deutschen Anlegern ohne Probleme wegen der Dienstleistungsfreiheit in der EU genutzt werden. Es herrscht hierfür dieselbe Rechtsgrundlage wie etwa für Kredite oder sonstige Geldanlagen bei einer EU-Bank außerhalb Deutschlands.

Niemand möchte solche Dienstleistungen verbieten. Wenn die Spekulation mit speziellen Finanzinstrumenten verboten würde, müsste dies für die praktische Durchführung von der ESMA veranlasst werden und dann für alle EU-Broker gelten. Doch auch Broker außerhalb der EU bieten solche Produkte an, sie sind ebenfalls online zu erreichen. Das weiß die BaFin natürlich, sie könnte daher die entsprechenden Pläne ad acta oder zumindest auf Eis legen. Dennoch ist es zu früh für eine Entwarnung. Die Diskussion ist jung, der Ausgang muss ungewiss erscheinen. Trader sollten diesen Aspekt zumindest im Hinterkopf behalten.

Wie finde ich einen geeigneten Binäre Optionen Broker?

Binäre Optionen sind leicht verständliche Derivate. Beim Handel mit ihnen können die Anleger auf steigende oder fallende Kurse eines Basiswertes aus den Anlageklassen Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen setzen, auf das Berühren von Preisschwellen oder dem Ende des
Kurses in einer Range. Auch der Vergleich zweier Kurse ist mit Pair-Optionen möglich. Im Gewinnfall zahlen die Broker feste, hohe Renditen, im Verlustfall verfällt der Einsatz. Manchmal zahlen Broker einen geringen Anteil zurück. Trader fragen sich nun, wie der geeignete Broker für Binäre Optionen zu finden ist.​

Wie unterscheiden sich die Binäre Optionen Broker?

Die Broker können frei bestimmen, welche Basiswerte sie zur Verfügung stellen, welche Handelsarten es zu welchen Konditionen gibt und welchenService sie bieten. Die Handelsplattformen unterscheiden sich technisch und hinsichtlich der Nutzerfreundlichkeit voneinander. Viele Trader sehen schon auf den ersten Blick, ob ihnen die Technik eines Brokers zusagt oder nicht. Des Weiteren suchen sie meistens von vornherein nach bestimmten Anlagewerten und Optionsarten. Klassische Call- und Put-Optionen bietet praktisch jeder Binäre Optionen Broker an, die übrigen Optionsarten sind längst nicht überall vertreten.

An dieser Stelle trennt sich oft schon die Spreu vom Weizen. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist der Mindesteinsatz pro Option, der bei nur einem oder auch bei 30 Euro (und mehr) liegen kann. Ergänzt werden diese Aspekte durch die geforderte Mindesteinzahlung, die Regulierung des Brokers und seinen Support. Nicht zuletzt spielt der Ablauf beim Handel für Trader eine Rolle. All diese Punkte stellen sich bei einzelnen Brokern höchst verschieden dar.​

Kriterien für die Brokerwahl sind:

  • Regulierung und Sicherheit 
  • Mindesteinzahlung und Mindesteinsatz 
  • Konditionen (Rendite) und Handelsangebot 
  • Handelsplattform 
  • Features für das Risikomanagement 
  • Kontoeröffnung und Auszahlungskonditionen 
  • Support, Demokonto und Ausbildungsprogramm 

Auf welche Weise lassen sich diese Kriterien überprüfen?

Viele Einzelheiten sind schon bei einem Besuch der Brokerseite ohne jede Anmeldung ersichtlich. Doch Trader müssen sich schon die Mühe machen, Unterpunkte gründlich zu studieren. Beim Assetindex etwa lohnt es sich, genau hinzuschauen. Wenn ein Anleger Forexwerte sehr gut kennt und umfassend handeln möchte, ist ihm mit einem Broker wenig gedient, der bis auf wenige Majors diese Werte kaum im Programm führt. Für den Vergleich von Binäre Optionen Brokern lohnt es sich, die oben dargestellte Liste nach eigenen Präferenzen zu sortieren und dann systematisch abzuarbeiten.

Manchen Tradern sind die geringe Mindesteinzahlung und der geringe Mindesteinsatz extrem wichtig, sie sollten also zuerst auf diesen Punkt schauen. Andere Anleger wünschen große Vielfalt, sie werden zuerst auf den Assetindex und die angebotenen Optionsarten achten. Die Regulierung von Brokern per Lizenz einer nationalen Finanzaufsichtsbehörde finden nahezu alle Trader wichtig, sie gilt aber im Jahr 2017 nicht mehr als kritischer Punkt: Bis auf sehr wenige Ausnahmen sind alle Binäre Optionen Broker heutzutage reguliert. Einsteigern hilft es sehr, wenn ein Broker mit einem umfassenden Bildungsangebot aufwarten kann.

Vorsichtige Menschen werden sich zudem dafür interessieren, wie schnell der Broker eingezahlte Gelder wieder auszahlt und ob dabei Gebühren fällig werden. Auch die Zahlungswege – Banküberweisung, Kreditkarte, verschiedenste eWallets – sagen etwas über den Service und die gute Aufstellung eines Brokers aus.

ETFs – Vermögensaufbau für Einsteiger

Die klassischen Wege des Vermögensaufbaus für Einsteiger, Sparbuch, Tagesgeldkonto oder Bausparvertrag, sind tot. Die historisch niedrigen Zinsen führen dazu, dass nach Abzug der Inflationsrate die Rendite bei den jahrelang favorisierten Sparanlagen in den negativen Bereich rutscht. Vermögensaufbau wurde seit dem Jahr 2009 zur Geldvernichtung, sofern sich die Sparer nicht auf andere Produkte besinnen.

Festverzinsliche Wertpapiere wie Staatsanleihen sind nicht für 50 Euro zu haben. Wer einen größeren Betrag investiert, hat die Wahl zwischen negativer Rendite bei Papieren guter Bonität und Risikoanlagen bei Emittenten schwächerer Bonität. Selbst Italien und Portugal erzielen zur Zeit (Januar 2017) nur Ratings, welche diese Staatsanleihen in den Kreis der hochspekulativen Anlagen rücken. Was bleibt also für den Start zum Kapitalaufbau?

Fonds für alle Anlagementalitäten

Wer sich erstmalig mit dem Gedanken beschäftigt, Geld anzulegen, steht vor einer wichtigen Frage: Wie fällt die persönliche Relation zwischen erwarteten Erträgen und der eigenen Risikobereitschaft aus?

Fonds bieten die Möglichkeit, sich für Anteile zu entscheiden, welche der eigenen Risikoneigung am nächsten kommen. Die Kapitalanlagegesellschaften teilen dabei grob unter folgenden Segmenten auf:

  • Geldmarktfonds
  • Rentenfonds
  • Mischfonds
  • Aktienfonds konservativ
  • Aktienfonds chancenorientiert
  • Branchen- und Themenfonds
  • Länder- und Regionalfonds
  • Offene Immobilienfonds

Das Schöne an Investmentfonds ist, dass die Anteile in Form von Sparplänen erworben werden können und so schon je nach Depotbank ab 20 Euro im Monat der Vermögensaufbau startet. Das weniger Schöne an klassischen Investmentfonds ist, dass sie teilweise mit hohen Ausgabeaufschlägen, bei Aktienfonds in der Regel fünf Prozent, belegt sind. Der Ausgabeaufschlag wirkt sich nachhaltig auf die Rendite aus.

ETFs als Lösung

ETFs, Exchange Trading Fonds, auf Deutsch Indexfonds, weisen eine deutlich günstigere Kostenquote auf, leicht über ein Prozent. Der Grund ist, dass diese Fonds nicht aktiv gemanaged werden, sondern nur einen Index nachbilden. Ein ETF auf den DAX 30 enthält nur Aktien, die auch im DAX vorhanden sind. Dies geschieht genau in der Zusammensetzung, wie auch die einzelnen Unternehmen im Index gewichtet wurden. Das Fondsmanagement muss folglich nur aktiv werden, wenn es eine Änderung in der Zusammensetzung des Index gibt.

ETFs werden inzwischen auch auf fast alle Indizes aufgelegt, die es gibt. Die Anteile werden nicht über eine Fondsgesellschaft ausgegeben, sondern an der Börse gehandelt. Damit fallen die Erwerbskosten deutlich niedriger aus. Diese hängen allerdings wiederum von der Direktbank oder dem Onlinebroker ab, bei dem das Depot geführt wird. Auf Vergleichsportalen wie beispielsweise auf kostenlosesdepot.net bekommen Sie alle Informationen, die sie für die Wahl des richtigen Depots benötigen.

ETFs haben sich in der jüngeren Vergangenheit als die interessanteste Option, mit dem Vermögensaufbau zu beginnen, etabliert. Sie sind vergleichsweise kostengünstig, können im Rahmen eines Sparplans erworben werden und bieten für jede Anlegermentalität die richtige Lösung.

So richten Anleger sich ein Aktiendepot ein

Bei der Anlage von Kapital gibt es eine ganze Reihe von Optionen. In Deutschland wenig populär ist die Geldanlage in Aktien, da ein gewisses Risiko bei dieser Anlageform besteht. Jedoch sind in diesem Bereich hohe Renditen zu erwarten, was diese Anlageform zur erwägungswerten Option macht. Wer sich nach reiflicher Überlegung für den Einstieg in den Aktienhandel entscheidet, benötigt ein Aktiendepot, um dort seine eigenen Wertpapiere zu verwalten.

Direktbanken bieten Depots an

Bei der Einrichtung eines Aktiendepots haben Anleger im Wesentlichen zwei Optionen. Entweder sie wenden sich an ihre regionale Bankfiliale, bei der sie beispielsweise bereits ein Girokonto oder ein Tagesgeldkonto unterhalten. Die Bank kann dann ein Aktiendepot einrichten. Aufgrund der weitaus günstigeren Gebühren ist allerdings auch die Einrichtung eines Aktiendepots bei einer sogenannten Direktbank eine Alternative. Hierbei finden sämtliche Bankgeschäfte im virtuellen Raum statt; ein persönlicher Anspruchspartner vor Ort steht dann nicht zur Verfügung.

Wer sich bei einem Online-Broker registriert, kann dort nach der Eingabe von einigen Formalien ein Aktiendepot einrichten. Bekannte deutsche Online-Broker sind unter anderem die comdirect Bank und die Consorsbank. Auf http://www.kostenlosesaktiendepot.org/ finden Interessierte besonders günstige Optionen für Aktiendepots. Teilweise müssen bestimmte monatliche Geldeingänge vorliegen, um bestimmte Tarife beanspruchen zu können.

Kosten für das Depot vergleichen

Doch die meisten Anbieter setzen zur Einrichtung eines Depots keine Mindesteinzahlung voraus. Stattdessen berechnen sich die Gebühren nach unterschiedlichen Modellen, wobei man im wesentlichen zwei Modelle unterscheidet: Zum einen eine Pauschalgebühr, die monatlich entrichtet werden muss und mit der sämtliche Aufträge im Zeitraum bereits bezahlt sind. Zum anderen gibt es Tarife, bei denen einzelne Orders jeweils einzeln bezahlt werden müssen. Je mehr Orders man plant monatlich durchzuführen, desto sinnvoller ist ein Tarif, mit dem eine Flatrate an Orders automatisch abbezahlt ist. Wer von Anfang an Anlageziele festlegt, dem fallen zukünftige Entscheidungen für Investitionen leichter. Passt ein Wertpapier in das eigene Portfolio oder nicht?

Das hängt davon ab, ob man für eine hohe Rendite auch ein hohes Risiko in Kauf nehmen möchte – oder ob beispielsweise bei einer Geldanlage für die Altersvorsorge eher geringe Rendite mit einem gleichfalls geringen Risiko die passenden Wertpapiere für das eigene Depot darstellen. Zudem ist ein Anlageplan nützlich, um von Zeit zu Zeit gewisse Ziele zu prüfen, die mit dem eigenen Depot erreicht wurden. Gibt es hier Nachbesserungsbedarf oder ist das eigene Depot bereits gewinnträchtig genug? Dies sollten Anleger regelmäßig prüfen.

Diversifikation des eigenen Aktiendepots

Ist ein Depot eingerichtet, kann das eigene Sortiment an Aktien und Anleihen aufgebaut werden. Doch welche Wertpapiere ein Anleger in sein Portfolio aufnimmt, ist von sorgfältigen Abwägungen des Investors abhängig. Mit Hilfe eines Anlageplans, in dem Prinzipien für den Aktienkauf festgelegt werden, sowie einer ausreichenden Diversifikation der eigenen Wertpapiere minimiert man als Anleger Risiken.

Eine passende Tradingsoftware kann den Aktienhandel vereinfachen, indem er weitere Ratinginstrumente zur Bewertung der aktuellen Kurse zur Verfügung steht. Zu Beginn sollten Anleger sich jedoch auf eine geringe Anzahl unterschiedlicher Märkte konzentrieren, um den Überblick nicht zu verlieren und sich immer auf dem aktuellen Stand halten zu können.

Zinsanlagen – Angebote nicht immer transparent und fair

Banken sind sehr erfinderisch, wenn es um Produkte und deren Gestaltung geht. Dafür dass sie viel zu selten die Sprache ihrer Kunden sprechen, werden sie häufig kritisiert. Wenn Kunden die meist offensiv beworbenen Bankprodukte nicht verstehen oder wegen versteckter undeutlicher Formulierungen, die Wahrheit erst später kennen lernen, ist es oft zu spät. Das gilt auch für alle Zinsanlagen wie Tagesgeld und Festgeld.

                                                                                                                                                              

Auf Transparenz kommt es an

„Finanztest“: Verbraucher sollten bei Zinsanlagen sollten auf faire Angebote achten

(djd). Zinsanlagen wie beispielsweise verzinste Einmalanlagen oder Banksparpläne bieten Anlegern eine relativ gute Sicherheit – das Zinsniveau erreicht allerdings nicht einmal die Inflationsrate, eine Steigerung ist nicht zu erwarten. Ein Grund mehr genau hinzuschauen. Sparer haben gerade in Anbetracht von Minizinsen nichts zu verschenken. Damit sie eine optimale Entscheidung treffen können, benötigen sie umfassende und exakte Informationen.

Fehler kommen teuer zu stehen

Der Haken: Mitunter arbeiten Banken mit nicht gut überschaubaren Zinsstrukturen oder versteckten Kündigungsfristen. Wenn der Anleger nicht genau hinschaut und in Folge dessen die Kündigungsfrist seiner Geldanlage verstreichen lässt, kann das für ihn teuer werden. Von dem ohnehin geringen Zinsertrag bleibt letztlich so gut wie nichts mehr übrig. Finanzinstitute müssen Produktinformationsblätter bereithalten und den Anlegern die wichtigsten Informationen auf einen Blick geben. Dadurch soll ein schneller Vergleich der Angebote erleichtert werden.

Die Auswertung einer von „Finanztest“ (08/2013) durchgeführten Studie hat gezeigt, dass diese Infoblätter häufig missverständlich aufgebaut oder nicht selten fehlerhaft sind. Häufig fehlt die Angabe des aktuellen Zinssatzes. Nicht aufgeführt sind Angaben zur Gesamtrendite oder der Risikoklasse einer Geldanlage.

Positive Ausnahmen – Volkswagen Bank direct

Foto: djd/Volkswagen Financial Services

Mit fairen und transparenten Angeboten überzeugte die Volkswagen Bank direct die Tester von “Finanztest”. 

Eine positive Ausnahme macht die die Volkswagen Bank direct. Sie glänzt als Testsieger bei den Sparplänen und mit Bestnoten bei Einmalanlagen: Die Kurzinformationen zum „Plus“-Sparbrief sowie dem „Direkt-Sparplan“ können überzeugen. Denn der Aufbau ist logisch, die Infos sind vollständig logischen Aufbau, der Text ist lesbar und verständlich:

 

Mehr Infos: www.volkswagenbank.de.

Foto: djd/Volkswagen Financial Services