Im Vergleich zu Deutschland gehen die Behörden anderer Länder teilweise sehr viel härter gegen Verkehrssünder vor. Foto: dmd/Verband für bürgernahe Verkehrspolitik

Verkehrsdelikte im Ausland: Teurer & strenger

Im Vergleich zu Deutschland gehen die Behörden anderer Länder teilweise sehr viel härter gegen Verkehrssünder vor. Foto: dmd/Verband für bürgernahe Verkehrspolitik

Im Vergleich zu Deutschland gehen die Behörden anderer Länder teilweise sehr viel härter gegen Verkehrssünder vor.
Foto: dmd/Verband für bürgernahe Verkehrspolitik

Zuviel Alkohol am Steuer kostet in Großbritannien mindestens 3.087 Euro

(dmd). Kein deutscher Autofahrer liebt Bußgelder. Ein Blick in die Nachbarländer demonstriert jedoch eindrucksvoll, wie sanft Verkehrssünder innerhalb Deutschlands im Vergleich zu anderen Staaten behandelt werden. Steht die Urlaubssaison vor der Tür, sollte jeder, der eine Reise mit dem Auto plant, sich gut über die Vorschriften in den Ländern informieren, die er durchreist oder besucht. Ansonsten droht statt einer Ansichtskarte ein Bußgeldbescheid. Und der kann ganz schön teuer werden. Wie sehr, dokumentierte jetzt der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik.

Besonders wenn es um das Thema Alkohol gibt, sind einige Länder erheblich strenger als Deutschland. Wird ein Fahrer zum Beispiel in Großbritannien mit zuviel Promille am Steuer erwischt, drohen zwischen 3.078 und 6.174 Euro Geldstrafe. Auch in Dänemark zeigen die Verkehrswächter wenig Mitleid mit alkoholisierten Mobilisten. Hier verlangen die Behörden als Wiedergutmachung unter Umständen sogar noch mehr, nämlich mindestens ein monatliches Nettogehalt.

Auch andere Verkehrsdelikte im Ausland können die Urlaubskasse ganz schön mitnehmen. Ein Handy am Steuer wird in Holland mit 240 Euro berechnet. Ignoriert man in Norwegen eine rote Ampel kostet dies 630 Euro. Einen Verstoß gegen die Regeln für das Überholen berechnen die Behörden in Slowenien mit einer Mindestsumme von 500 Euro.

Strafen werden EU-weit eingetrieben

Hohe Summen, die mittlerweile auch konsequent bezahlt werden sollten. Seit 2013 gilt die EU-Richtlinie „Erleichterung des grenzüberschreitenden Austauschs von Informationen über die Straßenverkehrssicherheit gefährdende Verkehrsdelikte“. Das heißt: Alle Behörden in allen EU-Ländern können die Daten der Fahrzeughalter abfragen. Empfehlenswert ist, so schnell wie möglich auf die Bußgeldbescheide zu reagieren. Einige Länder wie Griechenland, Slowenien und Spanien gewähren den Verkehrssündern bei schneller Zahlung Rabatt. In anderen Ländern wie Italien kann sich das Bußgeld wiederum verdoppeln, wenn es nicht innerhalb von 60 Tagen abgegolten wird.

 

Kfz-Steuer Tabelle – Steuerermittlung mit Schadstoffklassen

By: JeHu68

Seit dem Inkrafttreten der neuen Kraftfahrzeugsteuerreform im Jahr 2009 gibt es für Pkw zwei unterschiedliche Besteuerungsgrundlagen. Entscheidend ist das Datum der erstmaligen Fahrzeugzulassung. Das Bundesfinanzministerium hält auf seiner Website entsprechende Übersichten zur Kraftfahrzeugsteuer (Erstzulassung vor und ab 01.07.2009) abrufbar. Einige Versicherungs- und Autoportale bieten relevante Informationen in Form einer Kfz-Steuer Tabelle an.

Kfz-Steuer – Stichtagsregelung

Zur Feststellung der Kfz-Steuer für Fahrzeuge mit Zulassungsdatum vor 01.07.2009 (Stichtag) ist die Schadstoffklasse eines Fahrzeuges neben dem Hubraum und der Verbrennungsart eine wichtige Komponente. Für Neufahrzeuge mit Zulassung nach dem 01.07.2009 sind nicht Schadstoffklassen die Bemessungsgrundlage, sondern der CO2-Wert. Daneben findet für Pkw (Erstzulassung Zeitraum 5.11. 2008 – 30. 06.2009) die Günstigerregelung Anwendung. Finanzamt prüft beide Besteuerungsvarianten. Für alle vor dem Stichtag erstmals zugelassenen Pkw errechnet sich die Kfz-Steuer unter Zugrundelegung von Schadstoffschlüsselnummer/Emissionsklasse, Motorentyp und dem Hubraum des Fahrzeugs.

Eine Kfz-Steuer Tabelle / Übersicht hält das Webportal Kfz-Steuer-Auskunft bereit. In dieser Tabelle sind neben der Schadstoffschlüsselnummer die zugehörige Schadstoffklasse sowie der Kfz-Steuerbetrag der jeweiligen Verbrennungsart (Otto- oder Dieselmotor) ersichtlich. Das Bundesfinanzministerium bietet auf seiner Website “Kfz-Steuer für Personenkraftwagen“ eine Übersicht zur Kfz-Steuer für Pkw (Erstzulassung vor 01.07.2009) mit lediglich der Angabe von Stufen für den Schadstoffausstoß (Benziner) und Partikelausstoß (Diesel) ohne Ausweis der Schlüsselnummern. Zusätzlich gibt es eine Übersicht zur Kraftfahrzeugsteuer für nach dem 01.07.2009 zugelassene Pkw.

Mithilfe der Tabelle Kfz-Steuer berechnen

Der Code befindet sich in neuen Zulassungsbescheinigung Teil I im Feld 14.1, bei älteren Fahrzeugscheinen oben links unter “Schlüsselnummer“ zu 1. Die letzten 2 Ziffern der Schlüsselnummer (00 bis 88) stehen für eine jeweilige Schadstoffklasse, die neben dem Hubraum für die Ermittlung der Kfz-Steuer herangezogen wird. Jeder Schlüsselnummer ist in der Kfz-Steuer Tabelle ein konkreter Steuerbetrag für ein jeweiliges Fahrzeug (Benzin oder Diesel) zugeordnet. Die Beträge beziehen sich jeweils auf angefangene 100 Kubikzentimeter Hubraum. Die Schlüsselnummer 11 (Emissionsklasse Euro 1) weist 5,13 € (Benzin-Motor) und 27,35 € (Diesel-Motor) aus. Um die Gesamtsteuersumme zu erhalten, muss der Steuerbetrag aus der Kfz-Steuer Tabelle mit dem Hubraum, zum Beispiel 1.500 oder 2.000 Kubikzentimeter multipliziert werden.

Beispiel für einen Pkw mit Schlüsselnummer 62

Ein erstmalig vor Juli 2009 zugelassener Audi A4 1.6 Benzinmotor, Hubraum 1.595 Kubikzentimeter mit Euro3 kostet 108 Euro Steuer pro Jahr. Das sind pro angefangene 100 Kubikzentimeter

6,75 €. Ein Audi A4 1.9 TDI (Dieselmotor) besitzt die Schadstoffklasse Euro4. Die Steuer pro angefangene 100 Kubikzentimeter beträgt 15,44 €, macht bei 1.896 Kubikzentimeter Hubraum insgesamt 293 €.

Einfacher geht die Berechnung mithilfe sogenannter Online-Steuerrechner. In die Tools muss lediglich der Hubraum, die Schlüsselnummer aus den Fahrzeugpapieren, teilweise reicht die Emissionsgruppe, und der Motorentyp eingegeben werden. Das Bundesfinanzministerium stellt auf ihrer Webseite “In drei Schritten zur Kfz-Steuer für Pkw“ einen entsprechenden einfach zu bedienenden Rechner bereit.

Fazit:

Die Ermittlung der Kraftfahrzeugsteuer für Pkw (erstmalige Zulassung vor dem 01.07.2009) kann mithilfe der Kfz-Steuer Tabelle oder einem Kfz-Steuer-Rechner erledigt werden. Das Ergebnis dient der persönlichen Orientierung, besitzt keinen verbindlichen Charakter. Entscheidend ist die endgültige Steuerfestsetzung durch das zuständige Finanzamt.