Was zeichnet die „beste „Kreditkarte aus?

Kreditkarten gibt es inzwischen in unübersichtlicher Menge. Den Hauch des Exklusiven hat das Plastikgeld in der Breite schon lange verloren. Selbst goldene Kreditkarten sind heute ohne Jahresgebühr erhältlich. Wer wirklich exklusiv auftreten möchte, muss sich an den Premiumkarten orientieren. Für das Gros der Verbraucher zählen allerdings andere Faktoren, als eine außergewöhnliche Kreditkarte zu besitzen.

Individuelle Bedürfnisse prägen die Auswahl

Es ist üblich, dass sich Hersteller oder Anbieter von Produkten damit schmücken, wenn ihr Produkt eine Auszeichnung erhält. Dieses gilt auch für die Herausgeber von Kreditkarten. Es bleibt allerdings fraglich, ob die ausgezeichneten Karten für jeden Nutzer tatsächlich die ideale Lösung darstellen. Zu viele unterschiedliche Kriterien, welche rein über das Bezahlen mit der Karte hinausgehen, stehen als Boni zur Verfügung:

• Wegfall der Jahresgebühr
• Kostenlose Barverfügungen weltweit an Geldautomaten
• Miles & More Bonusprogramme
• Cashback Bonusprogramme
• Rabatte an der Tankstelle auf den Benzinpreis
• Individuelle Kartenmotive
• Logos von Sportvereinen als Kartenmotiv
• Lange Zahlungsziele für den Ausgleich des Kartensaldos
• Versicherungspakete
• Prepaidkarten für spezielle Personengruppen

Da keine Kreditkarte alle diese Boni auf sich vereint, kommt es bei der Auswahl darauf an, ein Exemplar zu wählen, welches die meisten Anforderungen erfüllt.
Der Vergleich fällt für den durchschnittlichen Nutzer ohne Unterstützung praktisch unmöglich aus. Die einzige Möglichkeit, Licht in das Dunkel zu bringen, sind Vergleichsportale. Mehr als 80 Karten werden hier verglichen.

Lieber Flugmeilen sammeln oder Payback-Punkte?

Wer selten fliegt, kaum Auto fährt und sich so gut wie nie im Ausland aufhält, benötigt eine andere Kreditkarte als Vielflieger oder Außendienstmitarbeiter. Dieser Personenkreis ist beispielsweise mit einer kostenlosen Kreditkarte bestens bedient, die es ihm ermöglicht, bei den täglichen Einkäufen Punkte zu sammeln und diese in Bargeld oder Prämien zu tauschen.
Vielflieger werden die Jahresgebühr für ihre Miles & More Karte verschmerzen können, überwiegen die Bonusmeile in Euro umgerechnet doch die Kosten für die Kreditkarte. Einige Karten bieten Rabatte auf die Kosten an der Zapfsäule, sind also für Vielfahrer geeignet. Allerdings ist in einigen Fällen der Rabatt über das Jahr auf die Jahresgebühr der Karte maximiert. Dies spart zumindest diese Kosten.

Wer im Urlaub Geld am Automaten abhebt, wird in der Regel mit Gebühren von rund fünf Euro belastet. Einige Kreditkartenemittenten bieten goldene Kreditkarten ohne Jahresgebühr an, welche kostenlose Barverfügungen weltweit ermöglichen. Da die Jahresgebühr entfällt, hat sich eine solche Karte bereits bei nur einem Urlaub im Jahr mit einer Barabhebung rentiert.

Der Trend zur gebührenfreien Kreditkarte führt dazu, dass die meisten Verbraucher inzwischen mehr als nur ein Exemplar mit sich führen. Damit haben sie für jede Bonusoption immer die passende Karte dabei, denn: Die „beste“ Kreditkarte gibt es nicht.

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